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St. Petersburg

St. Petersburg Kaum eine Stadt blickt auf eine derartig wechselvolle Geschichte zurück wie St. Petersburg. Erst 1703 wurde von Zar Peter dem Großen der Grundstein für sein visionäres Städteprojekt gelegt und innerhalb kürzester Zeit am Ufer der Ostsee das russische „Tor zu Europa“ errichtet. Die Stadt sollte nicht nur die Träume des äußerst stilbewussten Zaren erfüllen. Bis heute gilt die historische Innenstadt als schönstes geschlossenes Städteensemble der Welt und gehört damit zum Welterbe der UNESCO.

St. Petersburg Dabei grenzt es fast an ein Wunder, dass das „Venedig des Nordens“ noch existiert, denn existentielle Bedrohungen ziehen sich durch die gesamte Geschichte der Stadt. Angefangen bei der Feindseligkeit Moskaus, das über zwei Jahrhunderte seinen Hauptstadtrang an Petersburg verlor, über die Zerstörungswut der russischen Revolution, bis hin zur größten Tragödie der Stadt – ihrer 900-tägigen Belagerung im zweiten Weltkrieg sowie später einer kommunistischen Politik, die andernorts zur massenhaften Zerstörung zaristischer Baudenkmäler führte. Hinzu kommt der wasserreiche Untergrund, der in den kühnen Bauplänen des Zaren zwar berücksichtig wurde, aber bis heute eine Herausforderung für Restauratoren und Stadtarchitekten ist.

Doch all dies mag man vergessen, wenn man am ersten Tag seines Besuches an die Newa spaziert, um das Panorama-Bild einer Stadt zu erleben, die sich mit ihren goldenen Kuppeln und prachtvollen Fassaden wie in einem Märchen über dem Ufer des Flusses erhebt.

St. Petersburg In einer Stadt, die in ihrer Gesamtheit als Sehenswürdigkeit gilt, lohnt sich der Spaziergang über die großen Flanierpromenaden ebenso wie Erkundungen in kleinste Seitengassen. Eine Wanderung über den Newski-Prospekt sollte man dabei keinesfalls versäumen, 4,5 km lang ist die Prachtmeile mit ihren Residenzen und Bürgerhäusern aus dem achtzehnten Jahrhundert. Zu ihren Sehenswürdigkeiten gehören Theater und Palais, die Kasaner Kathedrale und das zweitgrößte Kaufhaus Russlands, das Gostiny Dwor, das bereits 1785 errichtet wurde.

Inoffiziell, aber wohl zu Recht, gilt St. Petersburg als kulturelle Hauptstadt Russlands.

Die Eremitage mit ihrer prachtvollen Architektur und wertvollen Sammlungen gehört zu den zehn bedeutendsten Kunsthäusern der Welt. Philharmonie, Oper und das Petersburger Ballett haben „Piter“, wie die Stadt von ihren Bewohnern genannt wird, zu Weltruhm verholfen.

Zunehmend profitiert die Stadt auch vom wirtschaftlichen Aufschwung. Seit der Öffnung zur freien Marktwirtschaft finden westliche Investoren aus der Autoindustrie, des Geräte- und Maschinenbaus hier solide Kooperationspartner. Auch die Tourismusbranche entwickelt sich zunehmend zu einem relevanten Wirtschaftsfaktor der Stadt. Die erste deutsch-russische Städtepartnerschaft wurde übrigens bereit 1957 mit Hamburg geschlossen. Die deutsche Hansestadt unterhält gemeinsam mit der russischen Ostseemetropole mehrere Projekte in Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Tourismus.

Der Besuch in St. Petersburg lohnt sich zu jeder Zeit, eine ganz besondere Saison bricht freilich Anfang Juni an, wenn es in der nördlichsten Millionenstadt Europas nicht mehr dunkel wird und bis Mitte Juli die Mittsommernächte die ganze Stadt in eine einzigartige Atmosphäre tauchen.

Wir wollen Sie schon jetzt verzaubern: Mit zweihundert Bildern aus einer Stadt, die aus den Träumen eines Zaren entstanden und bis heute ein Märchen der Wirklichkeit ist.

Man spricht vom „Venedig der Nordens“ überzeugen Sie sich selbst, ob der Name gerechtfertigt ist. Bildergalerie St. Petersburg

Für weitere Informationen über Petersburg stehen Ihnen das Portal Petersburg-info zur Verfügung. Über das aktuelle Geschehen in der Stadt können Sie sich auch auf der Online-Ausgabe der deutschsprachigen Zeitung Petersburg Aktuell informieren.
http://www.petersburg-info.de/html
http://www.petersburg.aktuell.ru





© 2017 Oliver Weyl Oliver Weyl - Eremitage - Philharmonie, Oper und das Petersburger Ballett, Kasaner Kathedrale
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